Die China-EU School of Law, kurz CESL, ist ein gemeinsames Projekt der EU und der chinesischen Regierung. Diese Hochschule für Rechtswissenschaft wurde wurde 2008 gegründet und im Rahmen einer Einweihungsfeier durch den Präsidenten der Europäischen Kommission, Barroso, und den chinesischen Vizepremierminister, Li, eröffnet.

Die CESL dient dem Rechtsaustausch zwischen China und Europa. Darüber hinaus soll sie der Volksrepublik China bei der Schaffung einer Gesellschaft helfen, die auf dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit basiert.

Die juristische Fakultät der Universität Hamburg koordiniert die vier chinesischen und 13 europäischen Hochschulen und Bildungseinrichtungen, die sich vereinigt haben, um die China-EU School of Law zu betreiben und diese auch finanziell unterstützen. Zu diesem Konsortium zählen unter anderem spanische, französische und ungarische Universitäten. Dementsprechend kommen die Dozenten der Rechtshochschule nicht nur aus China, sondern auch aus verschiedenen Ländern in Europa. Viele weitere Forschungseinrichtungen, darunter eine stattliche Anzahl verschiedener Max-Planck-Institute, stellen ebenfalls Dozenten für die Lehrveranstaltungen der CESL.

Doch nicht nur die Dozenten dieser Hochschule bilden eine Elite, auch die Studentinnen und Studenten müssen bereits Überdurchschnittliches geleistet haben, bevor sie ins Masterprogramm der China-EU School of Law aufgenommen werden: Hier können nur Absolventen, die einen juristischen Studiengang mit exzellenten Leistungen abgeschlossen haben, in internationalen, englischsprachigen Lehrveranstaltungen europäisches und internationales Recht oder chinesisches Recht studieren. Auch der Erwerb von Chinesisch-Sprachkenntnissen ist möglich. Durch die Zusammenarbeit der Universität Hamburg mit der China University of Political Science and Law (CUPL) in Peking wird es den Absolventen und Absolventinnen der CESL ermöglicht, sowohl europäische als auch chinesische Bildungsabschlüsse zu erwerben.

Darüber hinaus bietet die China-EU School of Law auch Fortbildungen an. Diese richten sich zum Beispiel an chinesische Anwälte und Richter oder vermitteln umgekehrt europäischen Juristen Kenntnisse in chinesischem Recht. Außerdem widmet sich die CESL der Forschung und ermöglicht sogar Promotionen.